Persönlicher Einblick in die Palliativstation

In Religion haben wir Schüler:innen der 6. Klasse uns dieses Jahr mit dem Thema Tod, Sterbehilfe und Sterben beschäftigt. Passend dazu hat uns unsere Religionslehrerin einen Workshop mit der Palliativstation Hohenems ermöglicht. Dr. Otto Gehmacher, Oberarzt und Leiter dieser Station, und die Krankenpflegerin Katharina Widmann erzählten uns über ihren Alltag, sei es im Krankenhaus oder auch außerhalb. Wir haben einen Einblick in unterschiedliche und sehr persönliche Geschichten über Patient:innen bekommen.

Eine Geschichte, die uns sehr berührt hat, möchten wir nun gerne mit euch teilen. Es geht um eine Frau, die schwer krank war und für die es nicht möglich war, aufs Standesamt zu gehen, um zu heiraten. Jedoch wollte sie ihren Partner noch vor ihrem Sterben gerne heiraten. Es wurde ihr ermöglicht, in der Kapelle der Palliativstation zu heiraten - samt Brautkleid und lackierten Nägeln. Dies wurde alles möglich dank der liebevollen und sehr bemühten Pfleger:innen, welche den Menschen selbst und dessen Bedürfnisse sehen. Die Pfleger:innen auf der Palliativstation nehmen sich Zeit für die Patient:innen und schauen, dass sie individuell das haben, was sie gerne möchten und das ihnen gerade guttut, sei es etwa ein bestimmtes Essen oder eben eine Hochzeit.

Uns hat der Workshop gut gefallen, weil er nicht nur auf Fakten basiert hat, sondern auch Persönliches geteilt wurde und genau das macht einen Workshop wie diesen so interessant und lehrreich.

Ein herzliches Danke an Katharina Widmann und Dr. Otto Gehmacher für die Möglichkeit, ein bisschen in die Palliativstation eintauchen zu können.

Noemi Hagen und Noemi Ölz, 6. Klasse

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